«Ich sei ein verdammtes Kalb, meinte auch mein Freund Willi.»

Urs von Schroeder ist in eine Zeit sich überschlagender epochaler Veränderungen hineingewachsen. Keine Generation zuvor erlebte in der Zeitspanne ihres Lebens einen grösseren Wandel als die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsene. Die rasante technische Entwicklung sowie die sich entgrenzende Mobilität und Kommunikation veränderte die Gesellschaft tiefgreifend.

In Tango auf Packeis begleiten wir den Autor bei diesem Epochensprung und auf seiner faszinierenden Lebensreise, die ihn als Journalist, Redaktor, PR-Manager der Swissair und Buchautor in entfernteste Ecken der Erde führte und ihn zum Kosmopoliten machte.

Das Zeitdokument Tango auf Packeis des im Kanton St. Gallen aufgewachsenen und heute als freier Publizist in Schaffhausen lebenden Urs von Schroeder besteht aus beeindruckenden menschlichen Begegnungen, prickelnden Episoden und dramatischen Erfahrungen.

Er sprengte schon früh die engen heimatlichen Grenzen und lebte in Paris, bevor er die Gelegenheit bekam, die USA auf ungewöhnliche Weise als Jugend-Botschafter kennenzulernen.

Nach einer mehrjährigen Tätigkeit für das Experiment in International Living kehrte er in die Provinz zurück und erlernte das journalistische Handwerk von der Pike auf. In seiner aufregenden Zeit bei der Swissair warb er weltweit für die touristische Schweiz, reiste schon während der Kulturrevolution nach China, begleitete Bundesräte nach Übersee, musste auch blutige Hände von Potentaten drücken und erlebte hautnah Flugkatastrophen und Kriege. Sein schriftstellerisches Werk besteht aus aviatischen Sachbüchern, Kurzgeschichten und Erzählungen.

Tango auf Packeis ist reich an Anekdoten. Beispielsweise ein Interview mit Sophia Loren, oder Generalsreden, die der Autor auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges als Soldat zu schreiben hatte. Wie am Tag seiner Hochzeit der Trauzeuge zu Grabe getragen wurde oder von Abenteuern weit abseits jeder Zivilisation. Sein Unterwegssein ist auch eine stete Suche nach sich selbst und einer für ihn nicht greifbaren Heimat ...